Monument

Wenn Dresden mit Aleppo leidet…

…stehen drei große Busse hochkant vor der Frauenkirche. So hatte ich es bisher im Fernsehen und im Internet gesehen. Beeindruckt von diesem Werk wollte ich es natürlich auch mit eigenen Augen sehen. Gerade auch um zu zeigen, dass die meisten Deutschen dazu anders stehen, als die Deppen von PEGIDA. Daher verband ich meinen Besuch bei einem syrischen Freund, der in Weimar wohnt, mit der Fahrt am Samstagmorgen nach Dresden. Als ich dann vor dem Werk des syrisch-deutschen Künstlers Manaf Halbouni stand verschlug es mir die Sprache. Gerade weil ich daran denken musste, dass die Busse, welche ihn inspiriert hatten, zum Schutz so aufgestellt wurden. Es war einfach nur überwältigend. Ich fühlte mich, in meiner achso heilen Welt, ziemlich schlecht.



 

Nachdem wir uns die Busse von allen Seiten angeschaut hatten, besichtigten wir noch etwas die Stadt. In Dresden war ich selbst auch noch nie gewesen, dafür mussten erst die Busse kommen, um mein dringendes Interesse zu wecken. Die Stadt ist wunderschön. Ein alter Riesenbau neben dem anderen, alles schön gestaltet und restauriert. Dass wir auch noch mit dem Wetter Glück hatten, hat zu den tollen Fotos beigetragen. Am Montag nach unserem Besuch gaben die Toten Hosen ein Überaschungskonzert, um den Demonstranten gegen Rechts zu danken. Ich möchte hier auch Danke sagen, an die Dresdner die immer noch fleißig gegen den Fremdenhass in ihrer Stadt auf die Straße gehen. Ihr zeigt, dass Deutschland das ist wofür ich es halte: Nämlich ein tolerantes, kreatives und buntes Land im Herzen Europas. 

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