Über den Tellerrand

Wenn man endlich mitkochen darf…

…lernt man auch viel besser zu kochen. So erging es mir, als ich das ehrenamtliche Projekt ÜBER DEN TELLERRAND besuchte. Einst in Berlin gestartet, ist es inzwischen in ganz Deutschland verbreitet – zumindest in den Großstätten. Das Konzept ist sehr simpel: Der gleichnamige Verein organisiert gemeinsame Kochabende von einander fremden Menschen. Bei jedem Treffen übernimmt ein Teilnehmer die Leitung des Kochens. Er überlegt sich das Gericht des Abends und geht mit einem Organisator des Vereins einkaufen. Die Teilnehmer treffen sich dann an einem festgelegten Termin und kochen alle gemeinsam. Für mich war es eine ganz tolle Erfahrung. Wer mir bei Instagram folgt, weiß dass ich in letzter Zeit ziemlich viel internationale Küche genießen darf. Mir ist es dabei als Gast selten erlaubt zu helfen und mitzumachen. Das finde ich aber gerade sehr spannend, weil ich die leckeren Gerichte gerne nachkochen möchte.

Als ich vor kurzem einen passenden Termin bei ÜBER DEN TELLERRAND entdeckte, habe ich mir diesen frei gehalten und nahm Ayman, einen irakischen Freund mit nach Köln. Die Küche füllte sich schnell mit Menschen verschiedenster Herkunft und jeden Alters.

Die Leitung hatte dieses Mal Walid inne, mit dem wir syrische Speisen zubereiten sollten, die mir auch nicht bekannt waren. Die Namen konnte ich mir leider auch nicht alle merken. Zumindest Fatusch ist mir im Gedächtnis geblieben, dass kannte ich aber auch schon.

Während das Essen zubereitet wurde, begannen anregende Gespräche. Eine angenehme Atmosphäre sprang auf die ganze Gruppe über, die dadurch schnell zusammenwuchs. Man half sich mit Tipps, bekam Einblicke in die Küche anderer Länder. So lernte ich von Ayman, dass man von Minze nicht jedes Blatt einzeln abzupfen muss. Man nimmt den Stengel zwischen zwei Finger und zieht ihn am Ende einmal durch. So fallen die Blätter alle ab.

Das fertige Essen war dann tatsächlich die Krönung des Abends. Wir genossen gemeinsam unser selbst zubereitetes deutsch-syrisches Essen und überlegten was es beim nächsten Mal geben könnte. Auch beim Abwasch halfen alle mit. Tatsächlich war der Abend kostenlos, es wurde eine Kaffeekanne aufgestellt, in die man eine Spende geben konnte. Dem kam dem natürlich gerne nach, da so ein Projekt gefördert werden muss! Wer Lust hat auch einmal hinzugehen, am 21. Januar ist der nächste Termin in Köln. Ansonsten findet ihr alle Infos auf der Facebookseite.

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