Oriental Jazz Folk

Wenn sich eine Italienerin, eine Deutsche und drei Syrer zusammentun…

…kommt ein wunderschöner Sound bei raus. Gerade die Stimmen harmonieren sehr gut und wenn dann noch europäischer auf den arabischen Sound trifft, funktioniert es einfach sehr gut. Wenn dann noch jemand den man kennt mitmacht, dann ist es noch spannender und erfreuend. In diesem Fall ist es die liebe Fritzi, welche übrigens auch aus dem wunderschönen Erftstadt stammt. Sie hat es inzwischen ins ferne Berlin verschlagen, wo sie mit einigen anderen Musikern die Band GIVE ME A PAPER gründete. Als Projekt aus einer Jamsession im Flüchtlingsheim heraus gestartet, gibt es die Band jetzt schon seit 2015. Neben Fritzi Noirhomme (Deutschland) spielen noch Mohammad Abu Hajar (Syrien), Ahmad Niou (Syrien), Laura Bondi (Italien) und Zaher Alkaei (Syrien) in der Band. Ihr Stil ist eine Mischung aus Oriental, Jazz und Folk. Gerade mit ihrem neuesten Song (Nimm meine Hand), das in den drei Muttersprachen (Deutsch, Italienisch und Arabisch) gesungen/gerappt wird,  ist ihnen ein extrem schönes Lied gelungen. Mal schauen, vielleicht schaffe ich es mal wieder nach Berlin, um sie mal live zu sehen. Oder sie kommen mal zu uns ins Rheinland. Übrigens sind ihre Videos ebenfalls sehr sehenswert.

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Erklärvideo

Wenn man Deutschland erklären will…

…macht man das am besten mit einem YouTube Video. Ich bin ein hilfsbereiter Mensch. Als mich ein Bekannter fragte, ob ich bei einem Videodreh als Darsteller aushelfen könnte, gab es deshalb nur eine Antwort. Natürlich sagte ich ja, zumal es sich um ein Erklärvideo handeln sollte. Das ist etwas, was ich selbst momentan viel sinnvoller finde, als die vielen Videos, in denen Flüchtlinge meinen sich entschuldigen zu müssen. Für was? Für Sachen die andere getan haben? Ihr müsst Euch nicht entschuldigen! Ihr habt nichts getan und ich denke, das ist auch bei dem Großteil der Deutschen angekommen. Den Rest wird auch Euer Video nicht interessieren. Jetzt finde ich, ist es eher an der Zeit, dass Flüchtlinge sich gegenseitig helfen – auch gemeinsam mit deutscher Unterstützung.

Deshalb freute ich mich sehr auf den Dreh mit Rody Almahmoud. Ich sollte einen Bankangestellten spielen, bei dem ein Syrer ein Konto eröffnen möchte. Am Drehtag lernte ich dann auch den Darsteller des „Syrers“ kennen. Es war niemand geringeres als Deiaa Abdullah. „Wer???“, werden hier jetzt sicher viele fragen. So ging es mir ehrlich gesagt auch. Was aber daran liegt, dass ich eben kein Deutsch, sondern gerade Arabisch lerne. Deiaa macht schon seit einigen Jahren YouTube Videos in denen er auf Arabisch die deutsche Sprache erklärt. Mit fast 80.000 Abonnenten ist er eine kleine Berühmtheit unter den Syrern in Deutschland. Wir starteten den echt lustigen Dreh. Für mich war es gar nicht so einfach, da ich leider nicht die Zeit gefunden hatte, den Text richtig zu lernen. Aber vor allem, da ich in einem so langsamen  – also extrem verständlichen – Tempo sprechen musste, wie ich es nicht gewohnt bin. Ich verfiel immer wieder in meine normale Sprechgeschwindigkeit.

Aber wir hatten viel Spaß beim Dreh und der ging trotzdem recht schnell vorbei. Nach fast zwei Stunden und einer Pause war alles zu Rodys Zufriedenheit im Kasten. Ich bin gespannt und werde hier das fertige Video posten, sobald es online ist. Und wer weiß, vielleicht folgen ja noch weitere. Ich wäre auf jeden Fall wieder zur Stelle.

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Zirkusmassaker

Wenn es in beide Richtungen passt…

…könnte ein Musikvideo zweimal veröffentlicht werden. So wie bei der russischen Folklore-Ska-Band Leningrad. Das vom russischen Regisseur Ilja Naischuller entwickelte Video, passt dazu wie die Faust aufs Auge. Deshalb geht das Video gerade auch Viral durch die Decke. Denn man kann es sich vorwärts und rückwärts anschauen und es passt alles. Macht Euch selbst ein Bild und feiert wie ich zu dem Lied ab. 

Und das ganze nochmal von Vorne.

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Youtuber testen syrisches Essen

Wenn das Fremde nicht mehr so fremd ist…

…dann hat die Integration geklappt. Dass diese auf beiden Seiten stattfinden muss, das wissen wir ja schon etwas länger. Daher fand ich es extrem spannend, als ich das Video von einigen deutschen Youtubern gesehen habe, welche syrisches Essen testeten. Wer meinem Instagram-Account folgt, hat bestimmt schon mitbekommen, dass ich die syrische Küche seit letztem Jahr hin und wieder esse. Auslöser war meine ehrenamtliche Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Obwohl ich es inzwischen eher als Hilfe für Freunde betiteln würde, das sind wir inzwischen geworden. Ich erkannte – bis auf ein Gericht – alle im Video zu sehenden Speisen. Den Test-Essern bei YouTube kann ich dabei nur zustimmen, dass die syrische Küche sehr lecker ist. Gerade Molokhia schmeckt extrem geil! Schaut Euch das Video an, testet danach selbst mal was die syrische Küche so hergibt. Denn wer das nicht macht, verpasst einige kulinarische Hochgenüsse.

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Saudi Arabischer Emanzipationskampf

Wenn man versucht, den Rest der Welt aufmerksam zu machen…

…dann macht man heutzutage ein Musikvideo. Ansonsten scheint sich nicht wirklich jemand dafür zu interessieren, dass die Frauen in Saudi Arabien nicht die gleichen Rechte haben wie Männer. Wobei, sehr lange klappt es mit den Frauenrechten auch in Deutschland noch nicht. Wenn man bedenkt, dass es bis in die 1950er Jahren Gesetz war, dass eine Frau ihren Mann fragen musste, ob sie arbeiten darf. Die Frauenbewegung und ihre vermutlich wichtigste Figur Alice Schwarzer hat viel erreicht. Ich sehe Alice Schwarzer aktuell eher kritisch, da sie für mich derzeit zu einseitig gegen den Islam wettert. Das sehe ich eher als einen ziemlichen Abstieg der einstigen Grande Dame der deutschen Emanzipationsbewegung.

Frauen und Männer in Saudi Arabien haben einiges riskiert, um dieses Video zu machen. Die Gesetze dort sind sehr streng, was die Verschleierung der Frau angeht. Autofahren oder Skateboardfahren, selbst Baskettballspielen ist den Frauen untersagt. Meine Hoffnung ist, dass dieses Video nicht nur auf die Situation der Frauen aufmerksam macht, sondern vielleicht auch etwas daran ändert.

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Chaoswichteln 2016

Wenn man das Richtige verschenkt…

…dann kommt auch das Richtige zurück. So war es bei mir dieses Jahr. Ich hatte beim für mich traditionellen Bloggerwichteln, dieses Jahr Alexander zugewiesen bekommen. Für ihn besorgte ich ein schlichtes Notizbuch und eine Wachskerze. Dafür wurde ich von Judith beschenkt, die mir ein wunderschönes Bild gemalt hatte. Da ich ja momentan Arabisch lerne, freute ich mich wie ein Schneekönig. In arabischer Schrift stand darauf „Liebe, Frieden und Freiheit“. Zunächst wusste ich nicht, was die Zeichen bedeuteten, denn mein Arabisch ist noch nicht so weit und ich bin gerade erst dabei die Umgangsformen zu lernen. Aber mit Hilfe meiner Arabisch sprechenden Freunde, wusste ich dann was da geschrieben steht. 1000 Dank für das wunderschöne Geschenk. Jetzt kann ich Judith verstehen, dass sie es nur schweren Herzens weiter gegeben hast. Ich werde es in Ehren halten. Auch ein riesen Dankeschön an Mareike, welche das Chaoswichteln immer wieder organisiert. Ich werde auch gerne nächstes Jahr wieder mitmachen. 

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Schöne Weihnachten

Wenn das Krippenspiel anders ausfällt…

Dann kommt das dabei raus. Euch allen schöne Weihnachten oder  einfach nur schöne freie Tage. Lasst es euch gut gehen. Esst viel, trinkt und habt Spaß mit euren Lieben.

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Syrisches Essen

Wenn man ein Geburtstagsgeschenk einlöst…catha-fotografiert

Ende Oktober feierte die liebe Catha Ihren Geburtstag. Sie meinte, dass ich ruhig zwei meiner neuen syrischen Freunde mitbringen könnte und so überlegten wir, was wir ihr schenken könnten. Da ich meine Freunde und Instagram Abonnenten schon seit einem Jahr mit Fotos von syrischem Essen zubombe, kam mir die Idee ein Gericht zu verschenken. Ich bezahlte alles und die Jungs kochten. So trafen wir uns bald darauf bei Catha, um unseren Gutschein einzulösen. Schon bei den Vorbereitungen hatten wir alle viel Spaß und unterhielten uns über Gott und die Welt. Das Gericht, welches ein typisch syrisches Abendessen war, wurde auch sehr dekorativ angerichtet. Und wir waren uns alle einig: es war wie immer extrem lecker. Vielleicht lag das auch an meinen selbstgemachten Makdous. makdous

Das Rezept hatte ich übrigens bei YouTube gesehen. Catha hat unser Essen offensichtlich genossen und ich denke, dass unser Geschenk sehr gut angekommen ist. Danke an Mostafa und Roshdi für das leckere Gericht und Euch allen für den schönen Abend.pfefferminzedies-und-dasanruehrenkichererbsenradieschenquarkruehreibrot-bratenfattet-hummusessenessen1essen2essen3
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Art.Fair Cologne 2016

Wenn man sich ein letztes Mal in Köln trifft…bodenfoto

Ich bin von größeren Messen schnell angeödet. Besonders die Aussteller, die einen abschätzend bewerten und nur den höchstmöglichen Verkauf ihrer Werke im Blick haben, langweilen mich. Ich habe viel mehr die kleinen Messen für mich entdeckt. Hier kommt man als Besucher schnell mit den Ausstellern ins Gespräch und kann sich mit den Künstlern über Gott und die Welt unterhalten. Daher freute ich mich riesig, als ich von der lieben Isabella Sedeka, welche ich bei der Kölner Liste kennen gelernt hatte, die Einladung zur Art.Fair Cologne zugeschickt bekam.

Wie sagt man so schön in Köln: beim zweiten Mal ist es Tradition und ab dem dritten Mal schon Brauchtum. Deshalb durfte Catha natürlich nicht fehlen, da wir damit unsere x-te Kunstmesse gemeinsam besuchten. Wir schmiedeten direkt einen Plan, wie wir unseren Tag auf der Art.Fair verbringen wollten.

Es sollte der 26. Oktober sein, um gemeinsam die Messe unsicher zu machen. Wir liefen prompt in den falschen Eingang, bekamen dafür zum Empfang erstmal ein leckeres Warsteiner.

Mit nur einer freien Hand kann man nicht wirklich gut fotografieren, daher wanderten wir zunächst ziellos über die Messe und verschafften uns einen ersten Eindruck. Wie die Kölner Liste hat die Art.Fair Cologne mich erneut geflasht, denn ich habe mit so vielen Ausstellern wirklich interessante Gespräche führen dürfen. Es war toll bekannte Aussteller und Künstler zu treffen. Und natürlich haben wir auch beim Stand von Isabella vorbei geschaut (nochmal danke für die Karte). Uns wurde sehr oft gesagt, wie sympathisch die Kölner doch wären. Deshalb schmerzte es doch etwas, als ich hörte, dass die Messe nächstes Jahr in Düsseldorf stattfinden wird. Aber das wird für mich kein Hinderungsgrund sein, da die Art.Fair jetzt zu einer meiner Favoriten gehört. Meine erste (und in Köln leider auch letzte) Art.Fair war der absolute Hammer.kenny-huntersektglaesercatha-shootsdavid-uessemfin-daccall-me-frankcatha-shoot-jon-daviseliot-the-superemessfin-dacisabella-sedekaschuhejakob-tory-bardousebastian-wandlcatha-twin-sebastian-wandljonas-lerichekesimir-budenleitern1leiter-2niloufar-banisadrpatrick-bergsmaroland-schmitzrussell-westryo-katostylterry-rodgers

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Inspiration

Wenn Dismaland einen kreativ beeinflusst…shooting

…dann kommen am Ende Bilder zu einer DADA Ausstellung raus. So war es zumindest bei mir. Das SCHAU-FENSTER Künstlerforum, in dem ich Mitglied bin, befasste sich in diesem Jahr mit der DADA-Bewegung. Wegen dem 100jährigen Jubiläum der Kunstrichtung lag das ja nahe. Ich hatte mich im Studium schon etwas mit dem Dadaismus befasst, die Kunstform war mir daher nicht ganz unbekannt. Aber was könnte ich daraus machen?

Plötzlich war mir ganz schnell klar, in welche Richtung es gehen sollte. Ich finde den momentanen Rechtsruck in Deutschland mehr als erschreckend. Ich habe ihn richtig satt! Dass immer mehr meinen, in den Medien, den sozialen Netzwerken und sogar auf der Straße, etwas gegen Flüchtlinge sagen zu müssen. Sie so gleichgültig behandelt, dass alles Menschliche verloren geht.

Die Geschichten, die dahinter stehen, interessieren nicht mehr. Ich habe viele neue Freunde gefunden, die unter anderem aus Syrien kommen, und bin sehr in dem Thema drin. Ich bekomme einige private Schicksale hautnah mit. Wenn ich irgendwelche beschissenen Kommentare auf Facebook lesen, kommt mir direkt mein Essen wieder hoch. Irgendwie wirkt alles so ABGESTUMPFT. Jeder darf anscheinend alles sagen, ohne Ahnung zu haben. Der Krieg in Syrien oder anderen Ländern scheint irgendwie gar nicht mehr so grausam zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass Syrien 3.744,8 km von uns entfernt ist, oder dass wir in einem Land leben, welches bisher von Terroranschlägen weitestgehend verschont geblieben ist.

Ich habe es nicht mehr ausgehalten und versuchte meine Empfindungen in zwei Bildern fest zu halten. Dazu fotografierte ich einen syrischen Freund, erarbeitete bunte und schwarze Buchstaben. Der Stil war inspiriert durch das von Banksy kreierte Dismaland, welches für 36 Tage seine Tore geöffnet hatte.

Während der Ausstellung habe ich einiges zu hören bekommen. Von „Klasse“, über „erschreckend“, bis hin zu „so kommt es mir auch gerade vor“. Meine Kunst wird nicht viel ausrichten können, das ist mir klar. Aber vielleicht regt sie ja den ein oder anderen dazu an, doch mal etwas genauer hinzuschauen.

Denn nicht alles was bunt erscheint, ist auch positiv. Es steht oft viel mehr dahinter.ausschneidenbuchstabenfarbe2farbebuntschwarz

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