PMDD 21

Wenn man Abschied nimmt…

Welch ein Tag… Eigentlich sollte es wieder ein ganz gewöhnlicher PMDD werden. Deshalb hatte ich mich auch schon auf die bereits 21. Ausgabe sehr gefreut. Seit einiger Zeit engagiere ich mich in der Flüchtlingsarbeit und fungiere als Pate eines syrischen Jugendlichen. Er entschied sich nun in seine Heimat zurückzukehren – und das am PMDD. Somit wurde es für mich ein Tag des Abschiedes, weshalb ich nun etwas später darüber berichte, denn er fiel mir sehr schwer. Aber immerhin hatte ich noch so viel Zeit wie möglich mit ihm verbracht. Das erste Mal Chatroulett gespielt, Mate getrunken, Shisha geraucht, viele böse arabische Wörter gelernt – eine Menge Spaß gehabt. Wie in den letzten neun Monaten seitdem er hier war. Ihm wünsche ich alles Gute für seine Zukunft. Auch wenn es gerade etwas schwerfällt, werde ich mich weiter engagieren. Auch solche Momente gehören zum Leben nun einmal dazu.shisha onshishamatechatroulettequalmguten morgenzähne putzenfrühstückHaare 2Haare 3steinwiesewilderdbenkirschenfeder symbolikgrablichtoma versorgenletzte Shishataschekarte verlorenjohannesbeerschorleschattenbusbildbearbeitungabendteegute nachtlesen

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Junge Kunst im Stadthaus 2016

Wenn alles einem künstlich erscheint…zuschauer1

…dann ist die neunte Auflage der JUNGEN KUNST IM STADTHAUS. Für die Ausstellung 2016 hatten wir uns für das Thema „künstlich“ entschieden. Dass es eine sehr gute Wahl war, bemerkten wir schon bei der Abgabe der eingereichten Arbeiten. Denn dieses Mal wurde offenbar sehr darauf geachtet, mit Bedacht an das Ganze heran zu gehen. Erneut haben wir von Fotografien über Malereien, zu Illustrationen und Plastiken, auch wieder unterschiedliche Gattungen der bildenden Kunst zum Ausstellen.

Es war für uns ein Leichtes zu entscheiden, wie wir was wo hängen. Die Vernissage war ein voller Erfolg, wobei „voll“ das richtige Wort ist. Nachdem unser Musikact (in diesem Jahr war es der Erftstädter Musiker JAMAL) gespielt hatte, genossen wir Organisatoren auch selbst die Ausstellung. Wer sich gerne die Werke der Jungen Erftstädter Künstler anschauen möchte, hat dafür noch am Samstag den 09.07.2016 Zeit. Dann öffnen wir noch einmal um 19:30 Uhr die Ausstellung und ab 20 Uhr beginnt an gleicher Stelle die Präsentation des neuen Buches der „Szene 93 Autoren“ mit einer Lesung mit Kurzgeschichten und witzigen Dialogen.aufbau1aufbau2aufbau3bilder betrachten2jamal3 jamal2 jamal1bilder betrachtenportrait1paarzuschauerzuschauer2

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Syrien, Kunst und Flucht Ausstellung

Wenn die Kreativität nicht unterzukriegen ist…ausstellung

In den letzten zehn Monaten habe ich eine beachtliche Menge an neuen Freunden gewonnen. Der Großteil davon kommt aus Syrien. So bin ich selbst auch relativ vertraut mit der aktuellen Situation und den Ängsten und Sorgen der hier lebenden Syrer. Für mich war es daher gar keine Frage, dass ich mir sehr gerne die Ausstellung „SYRIEN, KUNST UND FLUCHT“ im Kulturbunker in Köln-Mühlheim anschauen wollen würde.

Mit dabei war wieder die liebe Catha. Eigentlich war das Wetter viel zu schön, um drinnen zu sein, aber erstaunlicherweise war die Ausstellung dennoch sehr gut besucht.

Die Räumlichkeiten des Kulturbunkers waren mir vorher unbekannt gewesen, sind aber sehr geeignet für so eine Ausstellung. Einen Startpunkt der Ausstellung erkannten wir nicht, also entschieden wir uns, mit dem uns am nächsten hängenden Bild anzufangen. So gingen wir von einem Werk zum anderen, bis wir plötzlich auf welche stießen, die mir bekannt vorkamen. Nachdem ich Catha darauf aufmerksam gemacht hatte, dass die Bilder aussähen wie die von Rima Mardam Bey, bemerkte ich, dass sie auch anwesend ist. Wie klein die Welt doch wieder mal ist. Kennengelernt hatten wir uns im Schau-Fenster Künstlerforum in Erftstadt, als wir 2014 eine gemeinsame Ausstellung machten. Wir freuten uns über das Wiedersehen, unterhielten uns kurz und dann ging es weiter.

Nachdem wir den Großteil gesehen hatten, begann die eigentliche Eröffnung. Hier erfuhren wir, dass die Ausstellung auf Anregung von Jabber Abdullah entstanden war. Er ist auch sonst sehr engagiert. Jabber Abdullah organisierte ebenfalls die Demonstration „SYRER GEGEN GEWALT“ nach der Kölner Silvesternacht. Ihm halfen Larissa Bender, Zähren Alaqeel und Silke Forstmeter. Nachdem Jabber Abdullah die ersten Sätze in Deutsch gesprochen hatte, ging er ins Arabische über. So könne er sich momentan noch besser ausdrücken, begründete er den Sprachwechsel. Da Larissa Bender übersetzte, erfuhren wir, warum er Syrien verlassen hat. Aber wie es sich in der Kunst gehört, wurden nicht nur traurige Töne angeschlagen.

Nachdem dann die Ausstellung mit einem syrischen Buffet offiziell eröffnet war, gingen wir noch einmal in den letzen Raum. In der Hand syrisches Fingerfood, wollten wir uns noch einmal die Bilder von Razan Sabbagh genauer anschauen. Die hatten es uns nämlich sehr angetan.

Alles in allem eine wunderschöne Ausstellung, welche, wie ich gehört habe, gut besucht wurde. Das freut mich sehr, denn sie hat viele Zuschauer verdient!kulturbunker1kulturbunker2kulturbunker3fingerbodenali lohrin
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Theaterfestival 2016

Wenn man gleich zwei Preise abräumt…preisverleihung

Damit hatte ich absolut nicht mit gerechnet. Besonders nachdem ich am 13. April das Theaterensemble dellárte mit ihrer JEDERMANN Inszenierung gesehen hatte. Die waren nämlich echt extrem gut. Aber zum Anfang.

Als ich hörte, dass das Theaterfestival Rhein Erft zum ersten Mal nach Erftstadt, ins Anneliese Geske Musik- und Kulturhaus kommen würde, fand ich das eine sehr schöne Idee. Vor allem, wären wir mit unserem Stück ALLE MEINE SÖHNE dabei.

Das Festival wurde am 8. April 2016 mit der Theatergruppe „Peu à Peu“ und ihrer Inszenierung von „Friday Night“ eröffnet und ich war doch schon etwas stolz. Denn es zeigte erneut, dass wir mit unserem kleinen Verein Szene 93 ein echt beachtliches Kulturprogramm in Erftstadt auf die Beine stellen. 2015 war es das „Stadtfernsehen zur Kulturzeit“, dieses Jahr nun das Theaterfestival. Irgendwie hatte ich dann schon mit relativ guten Zuschauerzahlen gerechnet, aber die wurden noch bei Weitem übertroffen. Mit „Alle meine Söhne“ waren wir schließlich bis auf den letzten Platz (161 Zuschauer) ausverkauft. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet.7backstage

Als wir am 17. April bei der Preisvergabe unter den zwei Vereinen waren, die prämiert wurden, war die Freude bei uns extrem groß. Mit der Bekanntgabe von der Auszeichnung von Sandra Pries als beste Schauspielerin, die bei „Alle meine Söhne“ eine Hauptrolle hatte, schien es mir, als ob eine Bombe explodiert wäre. Die überraschte Miene von Sandra, welche mir die ganze Zeit nicht glauben wollte, dass sie gewinnen würde, war genial.

Da wir dieses Jahr als Verein aus Erftstadt eine Gastgeberfunktion hatten, war ich auch bei sechs von neun Aufführungen anwesend. Eine konnte ich nicht sehen, da wir an dem Abend noch eine Probe hatten. Das neue Stück von Szene 93 „Ronja Räubertochter“ habe ich mir eine Woche später, bei uns in der „Kleinen Bühne“ angesehen.

Hier ein kleiner Rückblick auf die sechs Stücke, die ich mir angeschaut habe.

8. April: Mit FRIDAY NIGHT startete „Peu à Peu“ das Theaterfestival. Mir war das Stück noch nicht bekannt. Hier treffen sich vier Freundinnen jeden 4. Freitag im Monat und philosophieren über das Leben…mit manchem Männeropfer.1 peu a peu

9. April: Das Seniorentheater Immergrün zeigte ein selbstgeschriebenes Stück (MÄRCHENLAND UND PRINZENROLLE) in dem Dornröschen nach 1000 Jahren Schlaf erwacht und merkt, dass nicht nur sie, sondern viele bekannte Märchenfiguren in die Jahre gekommen sind.2. immergrün

10. April: Mit ihrer Inszenierung von William Shakespeares EIN SOMMERNACHTSTRAUM zeigte das Theater FunDaMental mit welch einfachen Mitteln man Theateratmosphäre zaubern kann.3 fundamental

12. April: Dieser Abend war eine Überraschung für mich, da ich eigentlich szenische Stücke mehr mag. Aber das von Regisseur Behroz Ghanbar Hosseini selbst geschriebene Stück THE INVERSION zog mich trotz langer Monologe sehr in seinen Bann.4 avish

13. April: Der JEDERMANN vom Theaterensemble dell´arte war mein Favorit auf den Preis als „Beste Inszenierung“. Ich fand die Idee, den Jedermann in eine Zirkuswelt zu transportieren extrem genial. Von dem Können der Schauspieler der Gruppe mal ganz abgesehen. Es war sehr stimmig.5 dell arte

14. April: Der Improvisationsabend verursachte nicht nur bei mir Muskelkater im Bauchbereich. Auch der Rest der anwesenden Zuschauer dürfte, nach dem Geräuschpegel zu urteilen, ihr Lachen am nächsten Tag gespürt haben.6 impro

17. April: Ich konnte mir so gar nichts unter WALDWEIBERWILDWECHSEL vorstellen. Deshalb war es noch spannender dem Brühler Theaterteam zuzusehen. Ein wirklich gelungenes Stück, welches von Tragik zur Komik wechselte ohne unglaubwürdig zu werden.8 theaterteam

Ich bin gespannt, wo das nächste Theaterfestival stattfindet. Zumal bei mir der Ehrgeiz geweckt wurde den Titel mit einem Stück von Szene 93 zu verteidigen.

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Kölner Liste 2016

Wenn man sich auf einer Messe wie zuhause fühlt…banner

Ich bin ja ein großer Kunstmessefan und mir haben es besonders die kleine Kunstmessen angetan. Denn dort kommt man noch schneller mit den Künstlern ins Gespräch und alles ist irgendwie familiärer. Da freute ich mich dann auch extrem, als ich eine Einladung zur Kölner Liste bekam. Zumal ich es auch nicht zur ArtCologne dieses Jahr schaffen werde. Doch zuerst stellte ich mir die Frage, was ist die Kölner Liste? Die war bisher immer an mir vorbei gegangen. Aber dafür gab es dann ja das liebe Internet welches mir alle Fragen beantwortete. Da erfuhr ich dann, dass die Messe für zeitgenössische Kunst das dritte Mal in Köln, aber zum ersten Mal in den Hallen des Carlswerkes stattfindet.

Da ich so einen Kunstmessebesuch zu zweit schöner finde, habe ich die liebe Catha gefragt, ob sie mich begleitet und sie sagte sofort zu. So machte ich mich dann an einem wunderschön sonnigen Donnerstagvormittag auf nach Köln. Dort traf ich mich dann mit ihr und gemeinsam machten wir uns auf zur Messehalle.wir

Mit etwas Verspätung startete die Führung, was uns als „Akademische-Viertel-Nutzer“ sehr gelegen kam. Die Presseführung war kurz und schnell. Da wir aber später noch mal in Ruhe durchgehen konnten, störte uns das nicht. Wie bei der „ArtPul“ und den „Rhein-Erft Kulturtagen“ fiel auf, dass auch hier die Künstler extrem gelassen waren und wir mit etlichen leicht ins Gespräch kamen. Leider verging der Tag viel zu schnell und ich konnte nicht zur Aftershow-Party gehen, da ich ja beim Theaterfestival in Erftstadt engagiert war.aussencarol maybodenartemidis
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casey mckeecathaeliotdeckeverwischen
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frank van imschoot

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licht

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Einige Worte zu den Künstlern, die mir persönlich sehr gut gefallen haben:

Mir fielen die Trophäen von Gloria Keller direkt ins Auge. Was vielleicht auch an meinem Faible für Trophäen und deren Umgestaltung liegt. Unschwer an meinem Blog-Logo zu erkennen.gloria keller gloria keller2

Der in Serbien geborene Künstler Zarko Radio-Zara lässt die 80er Jahre wieder auferstehen. Mit seinen sentimentalen, lyrischen Malereien ließ er mich dieser Zeit hinterher trauern.zarko radic zara2 zarko radic zara

Mit seinen surrealen Bildern hatte mich Gan-Erdene Tsend direkt gefangen. Besonders die Kinder im Kettenkarussell hatten es mir angetan.gan erdene tsend

Als Katzenbesitzer konnte ich natürlich auch nicht an dem Werk von Jolanda Kyzikaite vorbeigehen. Ihre plakativen Werke ließen mich einen Moment innehalten.jolanda kyzikaite

Schon auf der Einladung war mir das Werk von Katerina Belkina aufgefallen. Mit ihren Selbstportraits erschafft sie eine wunderschöne, surreale Welt. Hier würde ich am liebsten direkt eintauchen.katerina belkina1 katerina belkina

Ich selbst war etwas verblüfft auf der Messe auf einmal mit, „Sie sind doch der junge Mann  von Kulturschog?“ begrüßt zu werden. Das war Micaela Pagener, mit der ich mich auf der ArtPul sehr ausführlich unterhalten hatte. Dieses Mal stellte sie mit ihrem Mann Volkmar Petermann gemeinsam aus. Was, wie ich fand, eine super Kooperation war.  Man entdeckte immer wieder etwas Neues, sei es bei den Collagen oder den Bildern. Von den interessanten Gesprächen, welche wir führten, mal ganz abgesehen.pagener petermannpagener und petermann

Auch die Arbeiten von Isabella Sedeka hatten es in sich. Die scheinbar unscheinbaren Werke verändern mit der Zeit ihr aussehen. Künstlich altern ihre Werke mittels Korrosionstechnik. Nichts bleibt wie es war, der Zufall beeinflusst das Werk.isabella sedeka2 isabella sedeka

Die Sprühflaschen von Kresimir Buden hätte ich am liebsten mitgenommen. So einfach und aussagekräftig. Besser kann man es nicht machen.kressimir buden

Aber nicht nur der Ort hatte in diesem Jahr gewechselt. Es gab auch noch eine andere, für mich und Catharina erfreuliche Neuerung. Das war die erstmalig in der Kölner Liste aufgenommene Photographie Section. Als leidenschaftliche Fotografen waren wir hier natürlich mit Herzblut unterwegs und führten auch nach der Führung durch den Kurator, Fotografen, Buchautor und Dozenten Stefan Maria Rother, interessante Gespräche. Jürgen Weber erklärte uns alles bis ins kleinste Detail und wir vertieften uns noch mehrmals in interessante Gespräche.stefan maria rothercatha3james chiew

Was ich noch erwähnen muss, ist der abgefahrene Stand von „Absolut Vodka“. Er wurde vom mailändischen Künstler Michele Ormas entworfen. Seine Kombination aus urbanen und natürlichen Welten, gibt einen zeitlosen Raum wider. Hier scheint alles eins zu sein. Die Bar in der Mitte verbindet sich mit den etwas abseits stehenden Tischen durch den unverzichtbaren Bestandteil von „Absolut Vodka“: dem Weizen. Als Landkind fühlte ich mich direkt zuhause. Ich denke, jeder hat das Gefühl von Freiheit und Weite beim Anblick eines solchen Feldes. Diese Erinnerungen kommen bei den angedeuteten Feldern wieder und lassen einen alles andere vergessen.absolut stand

Da ich irgendwie vercheckt hatte die Bar ganz zu fotografieren, ein Bild von der Catha.drink
weizenfoodmichele ormas

Was mir als Filmfreak direkt auffiel, war die Inspiration von „Dark City“. So wurde eine wunderbar surreale Landschaft in der Messehalle geschaffen. Oder mit Michele Ormas Worten: „Architekturen der Nacht ist eine metaphysische Stadt, die in ein nächtliches, traumähnliches Klima gehüllt ist. In dem vorgestellten Ort lässt die Gesamtheit der verschiedenen Objekte eine urbane Landschaft entstehen. Dazwischen drängeln sich plötzlich auftauchende Visionen von sonnenüberfluteten Weizenfeldern. In diesem Kontext bewegen sich die Besucher, die die Bar lebendig machen“.

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Kunstmeile 2016

Wenn der Verkehr zum Erliegen kommt…straßensperrung 1

Dann ist wieder die Kunstmeile. So war es dann auch wieder bei der Eröffnung letzte Woche. Da es eine so große Künstlerbeteiligung gab und auch etliche Leute sich das ganze ansehen wollten, wurden die Kunstbetrachter zeitweise zu einem Verkehrshindernis. Ich wurde auch schon von Leuten gefragt, ob eine Touristengruppe sich Lechenich anschaut. Nett wie ich bin habe ich verneint und einen der Flyer in die Hand gedrückt. Es gibt wieder mal viel Tolles zu bewundern und durch das Konzept die Kunst in den Schaufenstern zu präsentieren, werde auch wieder mal Menschen die sonst weniger mit Kunst zu tun haben dieser etwas näher geführt. Den Abschluss fand die Meile übrigens in dem Laden wo ich meine Fotos ausstelle. Wer gerne mal die Kunstmeile ablaufen möchte hat dafür noch bis Ende des Monats Zeit. Die Flyer gibt es in allen Teilnehmenden Läden.
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Deutsche Partypoeten

Wenn man die Poesie mit dem Feiern kombiniert…

Für mich sind die Texte von Deichkind extrem poetische Werke. Es steht hinter jedem Lied nicht nur der Partymythos dahinter. Ebenfalls wie die Jungs vom Deich, sind für mich auch die weibliche Version der Jungs etwas Besonderes. Nicht nur, dass sie auch aus dem Norden Deutschlands kommen, auch ihre poetische Partymusik und das Auftreten kommt den elektronischen Nordlichtern nahe. Aber doch sind CHEFBOSS wieder total anders. Hier das Lied welches bei mir gerade hoch und runter läuft. Auf das ihr alle auch einen Ohrwurm habt.

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Only Human

Wenn man die Unterschiede mit einem Tuch überdeckt…tuch

So war meine Idee, als ich mit den Besitzern des Ladens LIEBESDING zusammen stand. Ihr Laden welcher selbst designte Tücher anbietet, war mir für die Kunstmeile in Lechenich für dieses Jahr zugewiesen wurden. Da ich es eigentlich ganz spannend fand, mit dem Produkt des mir zugewiesenen Ladens zu arbeiten, entwickelte ich folgende Ideen.

In einer wurden Menschen mit verschiedenen ethnischer Herkunft mit einem Tuch bedeckt welches die Unterschiede verdeckt. So wollte ich darstellen, dass wir doch alle gleich sind. Die Unterschiede verschwimmen unter dem Tuch.

Meine zweite Idee war mit den Tüchern Mund und Augen zu verbinden. Weil andauernd über die Menschen gesprochen wird, aber nicht mit ihnen und sie nur angestarrt werden, aber man nicht versucht alles aus ihrem Blickwinkel zu sehen. Ich weiß, dass es nicht so einfach ist, aber dafür arbeite ich an der Toleranz der deutschen und der geflüchteten Menschen.

Da das ganze sehr spontan war, war es auch nicht so einfach Modelle dafür zu finden. So war ich am Ende extrem erleichtert, dass mir 4 Freunde zusagten. Die Bilder die ich mit ihnen machte, übertrafen dann auch wieder mal meine Erwartungen. Meine und die Werke der anderen Künstler könnt ihr dann ab Samstag in Lechenich bewundern. Da beginnt dann nämlich die Kunstmeile. Bild 1Bild 2Bild 3

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3 Tage in Weimar

Wenn man dank dem Königsteiner Schlüssels, Deutschland kennen lernt…weimar strasse

So ergeht es mir momentan. Ich habe, durch die Flüchtlingsarbeit einige Freundschaften geschlossen. Leider sind nicht alle bei mir in der Nähe geblieben und so fahre ich jeweils einmal im Monat nach Emsdetten (2 Stunden Autofahrt) sowie Dernbach (1 Stunde Autofahrt). Ebenfalls versuche ich auch alle drei Monate nach Weimar zu kommen. Dort ist nämlich ein anderer Freund von mir gelandet.

Jetzt war es mal wieder so weit. Ich hatte die Zeit um ihn in Weimar zu besuchen. So setzte ich mich am Mittwoch in mein Auto und fuhr die vier Stunden nach Thüringen. Dort angekommen verbrachten wir den ersten Teil des Abends mit vielen Gesprächen. Danach begaben wir uns dann noch zur Shishabar Maqam, die mich bei meinem letzten Besuch so begeistert hatte. Diese war nämlich etwas an die Shishabars in Damaskus angelehnt, was das Interieurdesign angeht. Dort aßen wir einfach nur köstliche Schawarma (die syrische Version des Döners), rauchten Shisha und ich trank den für mich entdeckten Mate.

Den Donnerstag begann ich mit einem spaziergang in die Altstadt von Weimar. Dort trafen wir uns um dann gemeinsam nach Erfurt zu fahren. Eine wunderschöne Stadt, leider war uns das Wetter nicht so ganz gesonnen. Aber wir machten das beste draus. Danach fuhren wir ca. eine Stunde zu dem Ort wo die minderjährigen Brüder meines Freundes untergebracht waren. Es ist zwar am Arsch der Welt, aber die Einrichtung ist echt klasse. Ich unterhielt mich dann auch lange mit den Betreuer der Jungs und wir wurden auch gleich zum Essen eingeladen. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Den Abend verbrachten wir wieder in Weimar. Wo immer mehr Leute in das Zimmer kamen um sich mit mir zu unterhalten. Teilweise auch schon in einem echt guten deutsch.

Als ich dann Freitagmorgen nach dem Aufstehen aus dem Fenster schaute, staunte ich nicht schlecht. Denn es hatte geschneit. Ein schöner Aprilstart. Zum Glück verschwand der Schnee sehr schnell wieder. Eigentlich liebe ich ja Schnee, aber für die Rückfahrt konnte ich den echt nicht gebrauchen. Doch bevor ich mich wieder Richtung NRW begabt, machte ich mich noch mal auf zu meinem Freund um dort noch ein paar Stunden zu verbringen. Als ich dann auf meine Uhr schaute, war es leider schon so weit. Da ich noch eine Cousine in Jena besuchen wollte musste ich los. Es ist immer interessant zu sehen, wie schnell die Zeit vergeht wenn es einem gut geht. Ich hoffe bald wieder nach Weimar zu kommen. Denn diese Auszeiten sind es was mir neuen antrieb geben und mir gut tuen.schawarmamateshishaweimarhaus weimarkein rassismus weimarhbf erfurtschönes hauserfurthauserfurter domkunsthandlungdie sendung mit der mausalte hausalte fassadetee

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PMDD 20

Wenn man das fotografieren vergisst…

So erging es mir. Ich war aufgestanden und hatte dann noch den PMDD im Kopf gehabt und war auch gut gestartet. Bei meiner Arbeit in der Flüchtlingsunterkunft musste die Kamera aus bleiben. Und danach war ich einige befreundete Syrer besuchen um ihnen gespendete Lampen zu bringen und dort hatte ich dann total vergessen Bilder zu machen. Die zwei waren aus versehen und da ich das Buch interessant fand entstanden. War einfach zu viel was da auf mich kam, mit den unterschieden zwischen Deutschland und Syrien zu erklären, die ich bei Freunden bemerkt hatte. Mir eine Antwort zu überlegen warum man bei „machen“ und „rechnen“ das „ch“ anders ausspricht (Ich hatte da bisher noch nie drauf geachtet. Falls es wer weiß, immer her mit der Antwort. Mir fiel leider nichts ein). Oder wie die Einzelheiten des Gesichtes in der deutschen Sprache heißen. Eigentlich wollte ich nur dreißig Minuten bleiben. Es wurden dann doch vier Stunden draus. Dann ging es erstmal nach Hause, etwas essen und arbeiten. Da war nämlich noch etwas rein gekommen. Den Abend ließ ich dann mit Spongebob ausklingen. Was meinem Kopf gut tat, sich etwas erholen zu können. Aber ich möchte diese Zeiten niemals missen.guten morgenregenfrühstückpflanzen versorgenwäschehaare aufstehenhaare nasshaare fertiglampendeutsch lernenpommes 01zwiebelnpommesspongebobarbeitcapuchinosonnenblumenkerne

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