art´pu:l

Wenn es viel zu sehen gibt…artpul banner

Letztes Jahr hatte ich es eigentlich schon vor gehabt, aber leider dann doch nicht geschafft. Aber dieses Jahr war ich dann endlich bei der art´pu:l und wurde auch nicht enttäuscht. Zusammen mit einer Freundin machte ich mich trotz strahlendem Sonnenschein auf zur Messe. Als wir ankamen war sie noch nicht so gut besucht, was aber für uns von Vorteil war. So konnte man wenigstens in Ruhe alles betrachten. Als wir uns wieder zum Auto begaben wurde es nämlich schon recht voll und ich denke, dass die vier Tage für die Veranstalter ein voller Erfolg waren. Es gab dann auch einiges zu sehen, verteilt in 4 Bereichen und teilweise 2 Etagen. Von fotorealistischen Malereien, über Composings und Skulpturen bis hin zu Assemblagen waren auch alle Kunstrichtungen vertreten. Bei einem Plausch mit einem der Veranstalter, erfuhren wir auch noch, dass es neben den üblichen Ausstellern auch noch eine Sonderausstellung von syrischen Künstlern gab. Welche, da es mit den Sponsoren leider nicht so geklappt hatte von den Veranstaltern selbst getragen wurden. Unter den syrischen Künstlern ließen die Fotos von Nader Ismail einen besonders nachwirkenden Eindruck bei mir. Sie wurden während seiner Flucht gemacht und zeigten mit einer schonungslosen Offenheit die Tortur seiner Reise nach Europa.

Was ich selbst auch sehr interessant fand, war die Tatsache, dass die Messe aus der Idee einer Künstlergruppe entstanden war. So war auch, anders als bei den „großen“ Kunstmessen, eher ein Gespräch mit den Künstlern drin. Deshalb blieben wir dann auch einige Male stehen und unterhielten uns mit den Künstlern über ihre Werke, die Messe oder die Herstellung von Gummibärchen. Mir selbst hat die Messe sehr gut gefallen und ich habe mich etwas geärgert, dass ich nicht schon eher mal da gewesen bin. Da auch die Location in den historischen Industriehallen des Walzwerkes und die Kunst sehr gut harmonierten. Aber auch die Anordnung der Werke war sehr gut gewählt. Es wurde auch jeder Raum genutzt, so dass man auch im Treppenhaus etwas zu sehen hatte. Ähnlich wie bei der Kunst in Abrissekstase oder bei der Dokumenta. 

Nur bei einer Künstlerin fühlte ich mich doch etwas komisch. Was aber vermutlich daran lag, da ich mit meiner Kamera herumlief. Sie starrte mich als ich in den Raum kam schon extrem an. Da sie anscheinend Angst hatte, ich hätte ihren in Din A4 ausgedruckten und nicht zu übersehenden Zettel auf dem „BITTE NICHT FOTOGRAFIEREN!“ stand übersehen. Ich wurde  bis ich den Raum wieder verließ nicht mehr aus den Augen gelassen. So extrem beobachtet wurde ich bisher noch nie, weshalb ich erstmal als ich aus dem Raum kam mir das Lachen nicht mehr verkneifen konnte

Damit ihr auch was davon habt, kommen hier schon mal meine Bilder. Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall wieder die art´pu:l besichtigen, noch mal lasse ich sie mir jetzt nicht entgehen.artpul eingangraum ahyun ok kimdeckenader ismailraum a2barraum a3malte sonnenfeldmyriam hoferclaudia ebbingemilia henriquez pugawändeyun namschulterblickwalk the linetanja matina federlverena rempelbeate susanne wehrsimone van de loofigurinenfredac jeanneselfiemicaela petermann-pagener

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Ein Kommentar zu art´pu:l

  1. Glu3 sagt:

    Hey,

    schön zu lesen, dass es auch kritische Äußerungen zur art´pu:l gibt.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Glu3

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